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"Der Messias - Er-Wartung, Mensch-Werdung, Nach-Wirkung"

Sonntag, 7. Januar 2018,18:30 Uhr

Kirche St. Georg in Parkstetten

Prolog

Er-Wartung: "Tauet Himmel, den Gerechten"

Mensch-Werdung: "Zu Bethlehem geboren"

Nach-Wirkung: "Die Nacht ist vorgedrungen"

Epilog

 Panorama3 K Projekt Kopie

in jeder Hinsicht beeindruckend: an die 60 Mitwirkende, ca 100 Minuten kurzweiliges Oratorium, viele hochkarätige Musikbeiträge, tiefschürfende theologische Betrachtungen, bewegende Bild- und Schattenprojektionen, und: zu Herzen gehendes Bekenntnis des Glaubens an den auferstandenen Messias!


hier div. Veröffentlichungen, jüngste immer oben:

nach Straubinger Tagblatt vom 16. Dez 2017

ambitioniertes "3-K-Projekt" in St. Georg in Parkstetten:

Weihnachtskonzert des Schlichtvereins

 Kulturförderverein Josef Schlicht und KEB Straubing wagen sich am Sonntag nach Epiphanias 

 

Titelbild 2Parkstetten (pk). Es ist schon erstaunlich, dass es über diesen die Welt wirklich verändernden Menschen und Sohn Gottes nur eine Handvoll Bühnenwerke gibt: natürlich, "Der Messias" von G. F. Händel, "Jesus Christ Superstar" von A. L. Webber, ganz neu: "Der Messias" des contra kreis theaters Bonn, oder: "DER MESSIAS" - Weihnachtskomödie von Patrick Barlow am Landestheater Schwaben und vielleicht andere mehr.

Da ist es dann doch wahrlich ambitioniert, wenn der junge, ein Jahr alte Schlichtverein sich ebenso an diesem Thema versucht, inhaltlich durchaus vergleichbar mit dem weltberühmten Händelschen Messias. Auch im Parkstettener Messias, aufgeführt am Sonntag, den 7. Januar 2018, 18.30 Uhr, in der Kirche St. Georg, gliedert sich wie im Libretto des Händelschen Messias in Er-Wartung - Verheißung, Mensch-Werdung - Geburt und Nachwirkung - Passion, Auferstehung, Erlösung. Anstelle der "Sinfonia" und großer Amen-Schlussfuge beginnt und endet dieses dritte "Werk" des Schlichtvereins mit "Prolog" nach Goethes Faust und "Epilog" mit einem Text von Kurt Marti.

Natürlich geht das Konzept des Parkstettener Messias - welches federführend der Vorsitzende des Schlichtvereins entwickelt hat - gänzlich andere Wege: Der Zuschauer und Zuhörer wird drei tausend Jahre Messias-Erzählung in einer Art multimedialer Collage erleben. Beginnend in Szene 1 "In Nacht und Dunkel liegt die Erd" mit ersten Hoffnungen auf einen Messias in den 3 tausend Jahre alten Königspsalmen, in Szene 2 "Zu Bethlehem geboren" mit Einblicken in das Entstehen des Weihnachtsfestes, und in Szene 3 "Die Nacht ist vorgedrungen" mit markanten Ereignissen - ob narrativ oder real - in zwei tausend Jahren Christentum.

Inhaltlich gefüllt ist dieses moderne Oratorium mit Liedern aus mehreren Jahrhunderten und unterschiedlichsten Stilen, thematischen Einführungen und Lesungen einschlägiger Perikopen, Bildprojektionen und audiovisuellen Einspielungen, Musikstücken aus der "ober"-bayerischen Weihnachtstradition und avantgardistischen Improvisationen auf Schlagwerk, Spiel- und Tanzelementen - Drei-Königs-Marsch und Tanz der Salome.

Zahlreiche Mitwirkende versprechen ein hoch interessantes Oratorium: Straubinger Turmbläser - Ltg. Adi Speiseder / MGV Parkstetten - Ltg. Helmut Schott Joseph-Schlicht-Projektchor - Ltg. Karl Penzkofer / Antonia Herpich - Harfe Reißinger Stub'nmusi / Sebastian Baumgartner - Schlagwerk / Franz Schnieringer - Orgel / eine Kindergruppe / Luisa Zap - Tanz / Lektoren / Hans Gold - Sprecher.

Auch die Besucher dieses tief schürfenden Konzerts können dabei mitwirken, wenn sie - bei freiem Eintritt! - die Themenlieder der drei Szenen mitsingen.


Parkstetten (Straubinger Tagblatt vom 31.10.2017). Eine kleinere, aber durchaus diskussionsfreudige Runde versammelte sich vergangenen Samstagabend im Pfarrheim in Parkstetten zusammen mit dem "parochus loci", Pfr. Kilian Saum, zu einem durchaus ungewöhnlichen Treffen, einem "theologischen Kulturstammtisch". Thema waren die Planungen einer Veranstaltung, besser eines geistlichen Spiels, am Sonntag nach Epiphanias, also dem 7. Januar 2018, am späten Nachmittag, in der Kirche St. Georg in Parkstetten: "Der Messias - Er-Wartung, Mensch-Werdung, Nach-Wirkung".

 Zentraler Punkt der Diskussion war die Suche nach einem "roten Faden" von mehr als 3000 Jahren Geschichte des Volkes der Israeliten, der Juden in römischer Besatzungszeit und schließlich der christlich-abendländischen Völkergemeinschaft. Der Vorsitzende des "Schlichtvereins", Karl Penzkofer, legte dazu ein Konzept vor, welches zwischen Prolog und Epilog in drei Szenen die Er-Wartung des Messias unter dem Thema "Aus tiefer Not schrei ich zu dir", die Mensch-Werdung mit "Zu Bethlehem geboren", und schließlich die Nach-Wirkung unter "Die Nacht ist vorgedrungen" thematisierte. Besonders die Weihnachtsszene wurde intensiv diskutiert, weil durchaus die Problematik des kommerziellen, und dabei so rührseligen Weihnachtstrubels angesprochen werden sollte. Noch mehr Gesprächsbedarf wurde sichtbar, als es um die Nach-Wirkung von Geburt, öffentlichem Wirken, Tod und Auferstehung des Messias in der dritten Szene ging. Dabei äußerste Pfr. Saum die Hoffnung, dass es gelingen möge, die Nachwirkungen bis in unsere Zeiten für Menschen, jung und alt, Mann und Frau, aufzuzeigen. Die "Überwindung des geistigen Todes", welche der von Karl Penzkofer in den Fokus gerückte Prof. Dr. Imre Koncsik,  ein jüngere deutscher Theologe, seit 2014 außerplanmäßiger Professor für Dogmatik an der Hochschule Heiligenkreuz und überaus erfolgreicher Buchautor, als sein persönliches "christliches Essential" benannte, konnte die Diskussionsrunde nicht überzeugen. So blieb es zum Schluss beim Auftrag an die Veranstalter, den "Schlichtverein" und die KEB Straubing, dazu überzeugende Konzepte vorzuschlagen. Eine Denkrichtung wurde bereits angesprochen, dass nämlich am Ende des Spiels berührende multimediale Bild- und Textprojektionen das Nachdenken über das Gehörte und Gesehene fördern könnten.

Im Schlusswort und der Dankadresse an Pfr. Saum zeigte sich der Vorsitzende Karl Penzkofer überzeugt, dass dies gelingen wird, auch weil die Reihe der aktuellen Zusagen von Mitwirkenden eine beindruckende Veranstaltung garantieren wird. Nähere Informationen unter der Webseite des Schlichtvereins: www.schlichtverein.net

3-K-Projekt an Epiphanias
Für den Sonntag nach Epiphanias 2018 planen der Kulturförderverein Joseph Schlicht und die KEB Straubing ein ambitioniertes theologisches Projekt in St. Georg in Parkstetten: "Der Messias - Er-Wartung, Mensch-Werdung, Nach-Wirkung". Zur Vorbereitung laden die Veranstalter am heutige Samstag, 19 Uhr, ins Pfarrheim in Parkstetten zur einem "theologischen Kulturstammtisch" ein. Dabei stellt Karl Penzkofer, 1. Vorsitzender des "Schlichtvereins" sein Konzept dieses Konzertes vor und diskutiert mit der interessierten Öffentlichkeit verschiedene Aspekte zum Beispiel der Evangeliums-Perikopen zu  "Heilig-Drei-König".