Originale in der Box KuK-Nachlass: Agendorf

Trotz des Scheiterns der Bemühungen um den Erhalt dieses Objekts versagte im Jahre 1998 (!) die Untere Denkmalschutzbehörde den Abbruch. Irgendwann nach 2010 erhielt das Objekt auf Kosten der Unteren Denkmalbehörde - hoher fünfstelliger Betrag - ein Notblechdach. Auch wurde inzwischen ein weiterer Antrag auf Abbruch gestellt, von der Unteren Denkmalbehörde abgelehnt und diese Ablehnung auch gerichtlich bestätigt. Und so wartet das Wirtshaus zum Kinsachtal auf, ja, worauf?

Foto

Originale in der Box KuK-Nachlass: Agendorf

Dann der GAU: Im Dezember 1996 entzog der Eigentümer völlig überraschend dem KuK das Vertrauen - damit war die Geschäftsgrundlage zerstört und die Sanierung gescheitert:

geplatzt

Originale in der Box KuK-Nachlass: Agendorf

Als schießlich alles in trockenen Tüchern schien lud der KuK nach 1995 zum zweiten Agendorfer Dorffest:

Dorffest1

Dorffest2

Originale in der Box KuK-Nachlass: Agendorf

In intensiven Diskussionen entwickelte Architekt Hilmer folgende Neu-Nutzung des Wirtshauses zum Kinsachtal:

Schnitt

DG

OG

EG

 

 

 

Originale in der Box KuK-Nachlass: Jahreshefte

aus Jahresheft 1993/94:

Montagsrunden

Originale in der Box KuK-Nachlass: Agendorf

DenkmallisteGasthaus Agendorf 1990 01 18Die Bemühungen des KuK um den Erhalt des denkmalgeschützten Wirtshauses zum Kinsachtal begannen 1990 oder 1991 während einer Fronleichnamsprozession: Der Gemeinderat Steinach hatte im Jahr 1991 den Antrag des Eigentümers auf Abriss des mächtigen Bauwerks vorliegen, und von der Kreisstrasse aus konnte sehr gut sehen, wie das Schopfwalmdach des ehemaligen Wirthauses Kinsachtal und Ortschaft überragte. Da unterhielten sich - natürlich während einer Gebetspause - der 1. Vorsitzende des KuK und dessen Schatzmeister, dass da "scho was verloren gehen dat".

In den Jahren 90 und 91 fanden dann Gespräche mit dem Eigentümer statt und erste Überlegungen eines Nutzungskonzepts sowie Finanzierungsmöglichkeiten einer grundlegenden Sanierung

  • 1990: mdl. Einverständniserklärung des Eigentümers mit den Bemühungen des KuK um den Erhalt des Gebäudes
  • 5.3.1992: Vollzug des Denkmalschutzgesetzes in Form des sog. Auslöseschreibens für die Inanspruchnahme des Entschädigungsfonds der bay. Staatsregierung
  • 1993: Bestandsaufnahme ehem. Gaststätte zum Kinsachtag durch Architekt Feldmeier, Straubing
  • 2.8.1994: Notariatsentwurf eines Erbpachtvertrages des Gebäudes an den KuK
  • 1995: Nutzungskonzept des sanierten Hauses, Bauplanung durch Architekt Hilmer, Straubing, Kostenschätzung ca 2 Mio DM - Finanzierungsbemühungen beim Entschädigungsfond der bay. Staatsregierung (750 TDM zugesagt, bay. Landesstiftung (200 TDM zugesagt), Bezirk Niederbayern (90 TDM), Landkreis SR-BOG (100 TDM,) Gemeinde Steinach (150 TDM), Dir. für Ländliche Entwicklung (120 TDM), Eigenmittel des Kulturkreises aus: Verpachtung als Gaststätte, Einnahmen für Archivräume des Archivs für Volksmusik von Landkreis und Stadt Straubing, sonstige Einnahmen aus Veranstaltungen
  • 1.4.1996: Einreichung des Bauantrages bei der Gemeinde Steinach, Weiterleitung an das Landratsamt SR-Bog am 26. 4. 1996 - Ohne Unterschrift des Grundstückeigentümers
  • 26.7.1996: nachgewiesene Eigenmittel des KuK 58.026,99
  • 14.8.1996: Antrag auf Gewährung von Zuschüssen des Entschädigungsfonds der bay. Staatsregierung - Ergänzung des formlosen Antrages vom Dezember 1994, ergänzt durch Schreiben vom August 1995
  • Nov 1996: Bedenken des Kreisbaumeisters bzgl. der prog. Kosten und der Erfüllung baurechtlicher Auflagen