Auf dieser Seite stellt Manfred Hösl seine Sammlung an Musikalien - hauptsächlich Kirchenmusik aus dem 19.Jahrhundert - vor und zum Download zu Verfügung. Sie dürfen ohne Einschränkung für nicht kommerzielle Zweck genutzt werden!
Das Meiste stammt aus der Notensammlung seiner Pfarrgemeinde Neumarkt-Sankt Veit a. d. Rott, einer Unmenge an alten Drucken und handschriftlichen Kopien.

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Manfred Hösl hat in Regensburg Kirchenmusik studiert und ist seit 1988 Kirchenmusiker an der ehemaligen Klosterkirche St. Veit in Neumarkt-Sankt Veit.
Kurz nach erster Beschäftigung mit Computer und Notensatz entdeckte er eher zufällig, daß die Kirchengemeinde im Besitz einer großen Menge an Noten aus der Zeit von 1800 bis 1900 ist. Meist handelt es sich um Drucke, zum Teil sind es aber auch Abschriften. Wie damals üblich sind die Chorstimmen in alten Schlüsseln geschrieben, eine Dirigierpartitur fehlt.

Die Kirchenmusik aus dieser Zeit spielt in der heutigen Praxis kaum eine Rolle und sie ist auch kaum bei Verlagen erhältlich; meist hört es nach Mozart schlagartig auf und beginnt erst wieder Ende des 19. Jahrhunderts.
Es handelt sich hier meist um Werke reiner Kirchenkomponisten, die vor allem für die Praxis in eher einfachen Verhältnissen schrieben, oft steht bei den Noten der Hinweis: für Landchöre, auch der Ausdruck “für die schwächsten Kräfte” kommt vor. Daneben gibt es aber auch umfangreiche, anspruchsvolle Literatur.

Sein musikalisches Interesse führte dazu, dass er sie aber kennenlernen wollte. Es stellte sich heraus, daß sehr viel gut gemachte und gut klingende Musik dabei ist, die für die kirchenmusikalische Praxis gut zu verwenden ist.

zu Manfreds Notenpool: Link

Bildschirmfoto 2021 02 18 um 06.55.16Johann Baptist Schiedermayr wurde im Jahr 1779 in Pfaffmünster, heute Münster - Gemeinde Steinach, als Sohn des Lehrers Georg Schiedermayr geboren. Dieser war sein erster Lehrer. Über Stationen in den Klöstern Windberg, Oberalteich, Straubing gelangte er 1796 an das Chorherrnstift St. Nikola in Passau. Die Wirren der Säkularisation in Bayern hinter sich lassend ging er am 24. Februar 1804 nach Linz und wurde als Musiker unter dem Dom- und Stadt-Kapellmeister Franz Xaver Glöggl in der Kirche, im Theater und bei der Bürgergarde an verschiedenen Instrumenten verwendet, bis er 1810 als Dom- und Stadtpfarr-Organist eingestellt wurde. Er war als 1. Kapellmeister am Landestheater tätig, war Dirigent der Redoutenbälle (Redoutensaal: ursprünglich so viel wie Wandelhalle, Saal, in weiterer Folge Tanzveranstaltung, Maskenball) und er komponierte Messen, Tänze für Gesellschaftskonzerte und Gelegenheitsstücke, außerdem gab er von 1823 bis 1837 Gesangsunterricht an der Gesangsschule der Linzer Gesellschaft der Musikfreunde. 1839, nach dem Tod von Franz Xaver Glöggl, wurde Johann Baptist Schiedermayr der Ältere provisorischer Dom- und Stadtpfarrkapellmeister. Gestorben ist Schiedermayr am 6. Januar 1840 in Linz.

 

Der nebenstehende Ausschnitt aus einem Offertorium in D ist eines der vielen Werke, welche immer sehr gut in die Liturgie passen: festlich, rythmisch prägnant, theologisch fundierter Text, für ambitioniere Laienchöre durchaus erreichbar.

Hier ein Klangbeispiel, aus Finale als mp3 exportiert, natürlich mit Intrumenten aus einer digitalen Klangbibliothek:

Nach dem Import in ein Notensatzprogramm, etwa Finale, hat der Chorleiter / die Chorleiterin alle Möglichkeiten Partiturauszüge zu erstellen, zu drucken und auch - innovativ im LIEDER-Projekt-Modus - Übe-Stimmen für die einzelnen Chorstimmen im mp3-Format zu erstellen und zu verteilen!

Über Johann Baptist Schiedermayr findet sich in "RePaLi - digitales Heimat, Reise- und Lesebuch des Donaurandbruches" ein ausführlicher Beitrag, alphabetisch eingeordnet in "Mensch - Menschen - Kunst schaffende".

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