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Im Beitrag 6a - Schrödingergleichung - wurde der Name ergänzt durch 'Analogie'. In diesem Beitrag 6b nun geht es um die Lösung der Schrödingergleichung und deren Visualisierung:

  1. Warum die komplexe Zahl 'i'? - zur Erinnerung: i2 = -1
  2. Warum ist die Dimension des Lösungsraums unendlich?
  3. Was ist ein 'Hilbertraum', i.e. Hilbert-Raum?
  4. Welche Basis hat der Hilbertraum?
  5. ein Quantensprung: chatcpt & Grapher & Pensionistenspieltrieb
  6. Der Zeemann-Effekt

zu a) meint die KI:
Das (die imaginäre Einheit) ist in der Schrödingergleichung absolut fundamental und kein bloßer Rechentrick. Es hat drei wesentliche Bedeutungen:

  1. Oszillation statt Zerfall: In der Mathematik beschreiben Differentialgleichungen ohne  oft Prozesse, die exponentiell abfallen (wie Wärmeausbreitung). Das sorgt dafür, dass die Lösungen Wellen sind, die zeitlich schwingen (phasenstabil bleiben), anstatt einfach zu verschwinden
  2. Phaseninformation: Quantenmechanische Zustände sind komplexwertig. Das  erlaubt es der Wellenfunktion, eine Phase zu haben. Diese Phase ist entscheidend für Interferenz – also das Phänomen, dass sich Teilchen wie Wellen auslöschen oder verstärken können
  3. Unitäre Zeitentwicklung: In der Quantenmechanik muss die Gesamtwahrscheinlichkeit (100 %) immer erhalten bleiben. Das  sorgt mathematisch dafür, dass der Zeitentwicklungsoperator unitär ist. Das bedeutet: Das Teilchen kann seine Form oder Position ändern, aber es kann nicht "aus der Existenz wegdiffundieren".
Kurz gesagt: Ohne das 'i' gäbe es keine Wellennatur der Materie und damit keine Quanteninterferenz.

 

zu b) meint die KI:
siehe c)

zu c) meint die KI:
Da die Schrödingergleichung eine lineare partielle Differentialgleichung ist, bilden ihre Lösungen einen Vektorraum. Für ein physikalisches System ist dieser Lösungsraum (der Hilbertraum) unendlichdimensional, da es unendlich viele linear unabhängige Zustandsfunktionen ψ gibt. Der Raum unserer Anschauung ist dreidimensional, bzw. vierdimensional in der allgemeinen Relativitätstheorie.

zu d) meint die KI:
Es gibt nicht die eine Basis, sondern man wählt sie je nach Problemstellung aus. Da der Lösungsraum ein unendlichdimensionaler Hilbertraum ist, besteht die Basis aus einem vollständigen Satz linear unabhängiger Funktionen. Die gebräuchlichsten Basen sind:

  • Energie-Eigenbasis: Das ist die am häufigsten genutzte Basis. Sie besteht aus den Eigenfunktionen des Hamilton-Operators. Der Vorteil: In dieser Basis ist die Zeitentwicklung sehr einfach zu berechnen.
  • Ortsbasis: Hier dienen die (idealisierten) Orts-Eigenzustände als Basis. Die "Koeffizienten" sind in diesem Fall einfach die Werte der Wellenfunktion an jedem Punkt.
  • Impulsbasis: Hier nutzt man ebene Wellen (Eigenfunktionen des Impulsoperators). Das ist besonders hilfreich für freie Teilchen.
Wichtig: Damit eine Menge von Funktionen eine gültige Basis bildet, muss sie vollständig sein (jeder Zustand muss darstellbar sein) und meist wählt man sie orthonormal: die Funktionen stehen "senkrecht" aufeinander.

 

Zu e) meint Tobias, dass ich die Fähigkeiten des GRAPHER - kostenlos auf dem MAC - mal mit dem ChatGPT kombinieren sollte. Und siehe da: tolle Bilder etwa des 3do-Orbitals des Wasserstoffatoms für die
Hauptquantenzahl n = 3,
die Nebenquantenzahlen l = 0,1 und 2 und
die magnetischen Quantenzahlen m = -2 ... +2 und den
Spins s = -1/2 oder +1/2.
Insgesamt also (1 + 3 + 5)*2 = 18 Zustände ....
Innerhalb der dargestellten Körper - zB des 3do-Orbitals - ist die Wahrscheinlichkeit des Aufenthaltes des einen Elektrons des Wasserstoffatoms 90 Prozent.

Daten: chatcpt - Visualisierung: MAC-Grapher -  (Grafik: pk)

Mit der Energie eines Teilchens ist ja auch sein Impuls p  quantisiert, auch wg. (m*v)2  / 2m Ekin = mv2 / 2 = 1/2 (m v)) / m =  p2 / 2m.  Solche Impulsänderungen wirken etwa bei Auffahrunfällen mit sehr großen Kräften auf die Insassen mit der Folge schwerster Verletzungen.

Der Drehimpuls ist etwa schwieriger zu verstehen obwohl etwa beim Radfahren oder beim Eiskunstlauf äußerst hilfreich, denn ein einmal eingestellter Drehimpuls ist gegenüber Änderungen ziemlich richtungsstabil

Die KI weiß es ganz genau:

Der Drehimpuls (L) ist eine physikalische Größe, die den dynamischen Zustand einer Rotationsbewegung beschreibt. Er gibt an, wie viel „Schwung“ ein Körper in seiner Drehung hat und wie schwer er wieder zu stoppen ist.
 
rotierender Kreisel mit Click auf das Foto! (Kreisel und Foto: pk)
 
Aber dieser Kreisel läuft STUNDENLANG:
    Video mit Klick auf das Foto ..... leider mit Werbung ... und ziemlich teuer: so um knapp 200 €
 
KI weiß, was Präzession bzw. Nutation sind:
1. Präzession
Das ist die gleichmäßige Kreiselbewegung, bei der die Figurenachse einen Kegelmantel um eine vertikale Achse beschreibt.
  • Beispiel: Ein schräg stehender Spielzeugkreisel „wandert“ mit seiner Spitze langsam im Kreis, anstatt sofort umzufallen. Die Schwerkraft versucht ihn zu kippen, aber der Drehimpuls zwingt ihn in diese seitliche Ausweichbewegung.
 
2. Nutation
Das ist eine Zitterbewegung, die der Präzession überlagert ist. Die Kreiselachse schwankt dabei leicht „auf und ab“ oder „hin und her“, während sie ihre Präzessionsbahn zieht.
  • Ursache: Sie entsteht meist durch kleine Anstöße oder beim Startvorgang, wenn das Gleichgewicht zwischen Gravitation und Fliehkraft noch nicht perfekt stabil ist.
Kurzgefasst: Die Präzession ist der große Kreis, den die Achse zieht; die Nutation ist das feine Wackeln oder Schleifen auf diesem Kreis.
 
In der klassischen Mechanik gibt es zwei gängige Definitionen, je nachdem, ob man einen einzelnen Massenpunkt oder einen ausgedehnten starren Körper betrachtet:
 
1. Definition für einen Massenpunkt (vektoriell)
Der Drehimpuls eines Teilchens bezüglich eines Bezugspunkts ist definiert als das Kreuzprodukt aus seinem Ortsvektor - siehe Video der Uni Stuttgart
 
Merkhilfe: 
Der - mechanische - Impuls ist abhängig von der trägen Messe eines Massenpunktes und dessen - vektorieller Geschwindigkeit:  

Beim Drehimpuls wird die die träge Masse m durch das Trägheitsmoment  J ersetzt, welches ein Maß für den Widerstand gegen die Änderung der Rotationsbewegung ist.

Die Quantisierung des Drehimpulses kann man klassisch sich zwar so vorstellen. Aber Vorsicht, das ist eine überholte, klassische Hilfskonstruktion:

Quelle: Lizenz Creative common Namensnennung siehe (C) PhysKi

Download GRAPHER-Software für WindowsRechner

Übungshalber: Wie lauten die Quantenzahlen des Wasserstoffatoms bzgl. der HtQuZahl n=4: l=-3,-2,-1,0,1,+2 und +3, Spin s: +/- 1/2, ..... Lösung: 32 Zustände

zu f)

Im Jahre 1896 konnte Pieter Zeeman, erklären, warum etwa bestimmte Linien des Wasserstoffs in Magnetfelder sich aufspalteten. Drei Jahre später gelang Hendrik Antoon Lorentz eine Erklärung unter der Annahme, dass das von Atomen ausgesandte Licht durch bewegte Elektronen erzeugt wird. Beide erhielten im Jahre 1902 den Nobelpreis für Physik.

Bemerkenswert ist aus heutiger Sicht, dass diese Aufspaltung Folge der Quantisierung der Energie des einen Elektrons des Wasserstoffatoms ist und dass beide ihre Entdeckungen lange vor der 'Geburt' der Quantenphysik im Jahre 1905 machten.

Dieser - magnetische - Zeeman-Effekt und der Stark-Effekt - das elektrische Pendant - finden starke Anwendung bei der Untersuchung des Magnetfeldes der Sonne und weit entfernter Sterne!

Auch ist bemerkenswert, dass klassische Begrifflichkeiten - Bahndrehimpuls L und der zugeordneten Orientierung M des Drehimpulsvektors - eine anschauliche Deutung des Effekts ermöglichen mit s, p, d, ... Orbitalen.

 

Allerdings ist der Operator des Drehimpulses schon ein anderes, mathematisches Kalliber:

In der Quantenphysik wird der Drehimpuls-Operator durch das Kreuzprodukt aus dem Ortsoperator und dem Impulsoperator definiert:
mit der x-Komponente:
Das müssen wir nun tatsächlich den Profis überlassen - schade!